Das Haus der Religionen in Hannover vereint neun Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften unter einem Dach. Sie treten gemeinsam ein für eine Haltung des Interesses, des Respekts und der Achtung des Anderen. Für die Dauerausstellung entwickelten wir eine Gestaltung, die Wissen vermittelt und Begegnung ermöglicht.
Gleichwertig, aber vielfältig – nach diesem Prinzip präsentierten wir die Religionsgemeinschaften. Dafür entwickelten wir neun Kuben, die außen schlicht und weiß gehalten sind, im Inneren aber jeweils eine eigene Atmosphäre entfalten. Licht, Farbe, Klang und Objektpräsentation setzen gezielte Akzente und schaffen erkennbare Identitäten ohne Hierarchie.
Kinder und Jugendliche bilden die Hauptzielgruppe. Deshalb legten wir Wert auf eine Vermittlung, die über Beobachtung hinausgeht. Zahlreiche Hands-on-Elemente – von einfachen Experimenten bis zu komplexen Mitmachstationen – regen zum aktiven Entdecken an und übersetzen abstrakte Inhalte in unmittelbare Erfahrung.
Das Haus der Religionen ist nicht nur Ausstellungs- sondern auch Veranstaltungsort. Daher planten wir den Raum konsequent flexibel. Ein mobiles Sitzmöbel erlaubt es, Flächen schnell in Lern- oder Diskussionsbereiche zu verwandeln. So bleibt die Gestaltung offen für verschiedene Formen des Austauschs – und spiegelt damit das zentrale Anliegen des Hauses selbst.