Die Historikerin und Holocaust-Überlebende Gertrude Schneider vermachte dem Geschichtsort Villa ten Hompel ihren Nachlass: eine persönliche wissenschaftliche Bibliothek – das Konzentrat eines ganzen Forscherlebens. Für diesen besonderen Bestand entwickelten wir eine Wanderausstellung, die Bücher nicht nur zeigt, sondern sie zum Sprechen bringt.

Vier raumprägende Regale präsentieren eine kuratierte Auswahl ihrer Werke. Wird ein Buch entnommen, aktiviert sich automatisch ein Video: Gertrude Schneider spricht darin persönlich über Bedeutung, Kontext und Entstehungsgeschichte des jeweiligen Titels. Das Bücherregal wird zum Interface.
So verbindet die Ausstellung wissenschaftliche Inhalte mit biografischer Tiefe. Neben der sachlichen Ebene tritt eine emotionale Dimension, die Schneiders Forschung und Lebensgeschichte unmittelbar erfahrbar macht. Ein vermeintlich statisches Medium gewinnt Interaktion, emotionale Tiefe und narrative Kraft.



