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Goldene Pracht

Goldschmiedekunst präsentieren und vermitteln

In Westfalen sind herausragende Goldschmiedearbeiten des Mittelalters erhalten geblieben – Zeugnisse hoher Handwerkskunst, tiefer Frömmigkeit und repräsentativer Prachtentfaltung. Mit der Ausstellung „Goldene Pracht“ widmeten der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), das Bistum Münster und der Exzellenzcluster der WWU Münster diesen Werken erstmals eine gemeinsame Präsentation. Die Umsetzung unserer Gestaltung entstand in Kooperation mit dem Architekturbüro Heyen Lippross Kiefer.

„Die Kunst steht im Mittelpunkt“ – diesem Anspruch folgten wir konsequent. Die Inszenierung sollte nicht nur ästhetisch überzeugen, sondern das historische und kulturelle Wissen rund um die Exponate erfahrbar machen. Unsere Lösung: eine klare, fokussierte Gestaltung, die Raum schafft – für Erkenntnis und Staunen gleichermaßen.

Über 120 Exponate, höchste Ansprüche

Die 13 Ausstellungsräume erschlossen sich in einer präzisen, visuellen Dramaturgie: Stadtpläne wurden zu erzählerischen Bühnen, Beziehungen zwischen den Objekten sichtbar und nachvollziehbar. Jedes Gestaltungselement folgte einer eigenen Logik aus Klarheit und Respekt gegenüber dem Original – unter Berücksichtigung von Materialität, Format, Licht- und Klimabedingungen der teils über 500 Jahre alten Kunstwerke.

Um die beiden Standorte – Kunstmuseum und Domschatzkammer – zu verbinden, entwickelten wir ein übergreifendes Leitsystem. Es vereinte gestalterische Konstanten der Ausstellung mit markanten Motiven des Keyvisuals und schuf so ein identitätsstiftendes Erscheinungsbild.

Goldene Pracht - Mittelalterliche Schatzkunst in Westfalen Sonderausstellung, 2012
Auftraggeber: Landschaftsverband Westfalen-Lippe, Münster
Unsere Leistungen: HOAS LPH 1-7, Ausstellungsgrafik, Leitsystem